Die erfolgreichsten Surfer aller Zeiten

Die erfolgreichsten Surfer aller Zeiten

Der beste bzw. erfolgreichste Surfer der Welt wurde nie geboren bzw. muss erst noch geboren werden. Somit wäre es heutzutage geradezu vermessen, den einzigen wahren König des Surfens zu küren, der alles gewonnen und alle Wellen erfolgreich herausgefordert hat. Doch natürlich gibt es eine ganze Reihe weltweit bekannter und berühmter Surfer, deren außerordentlichen Leistungen für sich sprechen und die man somit guten Gewissens als die bislang erfolgreichsten Surfer aller Zeiten bezeichnen kann.

Duke Kahanamoku (1890 bis 1968)

Der Hawaiianer war ein sehr erfolgreicher Schwimmer der 1912 und 1920 olympisches Silber und Gold gewann. Bereits in seiner Jugend hatte der heute als erster Pionier des Surfens geltende Sportler mit den klassischen Schwimmbrettern “Olo” seiner Heimat experimentiert und auf deren Grundlage ein fast 5 Meter langes und über 50 Kg schweres Surfbrett aus Kiefernholz konstruiert. Nach seiner aktiven Schwimmkarriere konzentrierte er sich zunehmend auf das Wellenreiten und machte es bei zahllosen internationalen Vorführungen bekannt und populär.

Edward Ryon Makuahanai Aikau (1946 bis 1978)

Sein Landsmann Eddie Aikau verliess bereits mit 16 die Schule, um sich mit selbst verdientem Geld sein erstes Board zu kaufen, schon vorher hatte er das Reiten auf der Welle in Kahului gelernt. 1968 wurde er der erste offizielle Lebensretter auf Hawaii, unter seiner Ägide kam niemand am Waimea Bay ums Leben, 1971 wurde er zum Retter des Jahres gewählt. Standesgemäß starb er nach einem Schiffbruch zwischen Hawaii und Tahiti vermutlich auf seinem Brett, seine Leiche wurde nie gefunden, sein Ruhm lebt aber noch heute mit dem unter Surfern bekannten Spruch „Eddie würde es tun“ weiter.

Greg „Da Bull“ Noll

Ebenfalls als Lebensretter, jedoch im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien tätig, wird der 1937 geborene „Bulle“ heute als einer der wichtigsten nordamerikanischen Wegbereiter des Surfens verehrt. Er galt in seiner aktiven Zeit als ausgewiesener Könner auf den klassischen Malibu-Longboards, mit denen er bevorzugt besonders hohe Wellen bezwang. Nach langer Zeit auf Hawaii lebt er heute wieder in Kalifornien und widmet sich der Konstruktion historischer Surfboards wie Olos, Alaias, Guns und Da Cats.

Gerry „Mr. Pipeline“ Lopez

Gebürtig 1948 in Honolulu auf Hawaii, wurde dem „elegantesten Surfer aller Zeiten“ der Sport quasi in die Wiege gelegt, seinerzeit galt er als der beste Tuberider weltweit, der Pipeline Masters Wettbewerb, den er 1972 und 1973 gewann, wurde danach ihm zu Ehren in „Gerry Lopez Pipeline Masters“ umbenannt. Lopez, der auch in zahlreichen Spielfilmen mitwirkte, erfand auch das simple, aber effektive „Lightning Bolt Jag“-Board. Heute fertigt er in Oregon auch Snowboards an.

Ken Bradshaw

Der 1952 in Houston, Texas geborene einstige Profisurfer gewann 1982 das Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championship, bekannt wurde er auch für die mit 80 Fuß angeblich höchste jemals gerittene Welle bei Oahu auf Hawaii. Legendär war auch seine Teilnahme bei einem Kälteexperiment ohne Kleidung, welches er vier Stunden lang bei null Grad Celsius durchstand.

Mark Sheldon Foo (1958 bis 1994)

Ursprünglich aus Singapur stammend, siedelte seine Familie Ende der 1960er Jahre nach Hawaii um, wo er das Surfen lernte. Von 1977 bis in die frühen 1980er Jahre war er Mitglied der IPS World Tour, danach betrieb der als sehr talentiert geltende Sportler seinen liebsten Zeitvertreib nur noch als Amateur. Seine Vorliebe für sehr große Wellen wurde ihm am Surfspot Mavericks in Half Moon Bay, Nordkalifornien zum Verhängnis, wo er 1994 bei einem Unfall ums Leben kam.

Mark „MR“ Richards

Der 1957 im australischen Newcastle, New South Wales geborene und aufgewachsene Surfer gewann zwischen 1979 und 1982 fünf Mal die Weltmeisterschaft, im Jahr 2000 erhielt er die „Australian Sports Medal“ für seine Verdienste um den Surfsport. Richards wuchs praktisch mit den damals neuartigen Brettern aus Basalholz und glasfaserverstärktem Kunststoff auf, später begeisterte er sich auch für „twin-fin“-Bretter.

Michael „MP“ Peterson (1952 bis 2012)

Der australische Champion der Jahre 1972 und 1974 stammte aus einfachen Verhältnissen und lernte das Surfen an der Gold Coast in Queensland. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder experimentierte er schon früh mit Materialien wie Harz und Kunststoffschaum beim Bau von Brettern, er gilt als Vater der extremen kurzen Boards und des legendären „Moonrocket“-Bretts. Durch exzessiven Drogenkonsum psychisch schwer erkrankt, starb er vergangenes Jahr.

Shaun Tomson

Der 1955 im südafrikanischen Durban geborene Surfer galt Mitte der 1970er Jahre als einer der wichtigsten Vertreter der sog. “Free Ride” Generation. 1977 gewann er die IPS World Championship, der athletisch gebaute und gut aussehende Sportler wurde auch schon als einer der 25 einflussreichsten sowie als einer der 10 erfolgreichsten Surfer der Welt ausgezeichnet. Thomson ist auch ein angesehener Fachbuchautor und engagierter Umweltschützer.

Mark „Occy“ Occhilupo

Der in seiner Kindheit und Jugend schon sehr früh sehr erfolgreiche Weltmeister von 1999 wurde 1966 in Kurnell, New South Wales geboren, er galt wegen seines ausschweifenden Lebensstils lange Zeit als eine Art „Enfant terrible“ des Surfens. 1987 spielte er in dem Surf-Kult-Film „North Shore“ mit, nach mehreren Rücktritten von seiner Profikarriere ist er wieder und immer noch sehr aktiv.

Philip Andrew „Andy“ Irons (1978 bis 2010)

Der dreifache Weltmeister (2002, 2003, 2004) und Gewinner unzähliger weiterer Titel dürfte vermutlich der einzige Surfer mit einem eigenen Feiertag sein („Andy Irons Day“, 13. Februar auf Hawaii). Gemeinsam mit seinem ewigen Rivalen Kelly Slater war er Darsteller in der Semi-Dokumentation „Blue Horizon“, sein früher Tod wurde nach Meinung vieler Fans tragischerweise durch seinen Drogenkonsum ausgelöst.

Robert Kelly Slater

Der 1972 in Cocoa Beach, Florida geborene Surfer war insgesamt 11 mal ASP World Champion, gleichzeitig hält er auch den Rekord für den bsilang jüngsten und ältesten Weltmeister. Slater wirkte auch in der Fernsehserie „Baywatch“ mit und spielte mit befreundeten Surfern in der Band „The Surfers“. Er ist außerdem als Autor tätig und engagiert sich bei der Naturschutzorganisation „Sea Shepherd Conservation Society“. Und ein Ende seiner Surfer-Tätigkeit ist noch lange nicht in Sicht. 2013 greift er wieder im Rennen um den ASP-Titel an.

 

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